Toni-Seelos

Olympia-Skisprungschanzen

Planungsbüro Georg Malojer

2010
Steel Structures350 ton
S M L XL
Sprungschanzen für den nordischen Skisport in Seefeld (Österreich)

Stahlbau Pichler hat eine Reihe von Anlagen und Projekten für den Skisport realisiert, einen Bereich, in dem Sicherheit und Zuverlässigkeit eine ebenso wichtige Rolle spielen wie das Vergnügen.   


In Seefeld/Österreich wurde zeitlich die von Malojer Ingenieure geplante  Sprungschanzen für den nordischen Skisport eingeweiht:


-    Toni Seelos HS 75
-    Toni Seelos HS 109
 
Im Interview mit Ing. Jochen Mahlknecht, dem Projektleiter von Stahlbau Pichler, wurde deutlich, dass sich dieses Projekt vor allem durch die kurzen Errichtungszeiten und die Fähigkeit auszeichnet, auch auf schwierigem Gelände exzellente Arbeit zu leisten.
Die Haupttragestruktur der beiden Sprungschanzen besteht komplett aus rechteckigen Profilen. Ihr „Rückgrat“ wurde als Gitterelement mit vier unterschiedlichen Seiten geplant, von dem ein Teil um 10 Grad nach außen geneigt ist.
Um den Schnee entlang der Abfahrt kompakt zu halten, wurde eine spezifische isolierte Wanne mit reduzierten Maßen entwickelt. Die entlang der Abfahrt vorhandenen Führungen für die Fräse, die die Schneespuren zieht, wurden mit speziellen Einhänge- und Befestigungssystemen ausgestattet, um die Wartungsarbeiten zu vereinfachen.

Ergänzend zu den beiden Schanzen wurden eine Reihe zusätzlicher Strukturen errichtet, wie die Zugangs- und Sicherheitstreppe, die Geländer, die Abstellbereiche für die Fräsen, die geheizte Kabine für die Athleten während der Wettkämpfe, der Juryturm, der Turm für die Mannschaftsleiter und Trainer, sowie die Nebentreppen am Landehang. Insgesamt wurden über 1.000 m Treppen mit insgesamt ca. 4.000 Stufen gebaut.
Das Gesamtgewicht aller Strukturen beträgt über 450 Tonnen.
Stahlbau Pichler war überdies mit der Planung und Realisierung sämtlicher Verkleidungen der verschiedenen Bereiche betraut.
Die architektonische Besonderheit des Bauwerks besteht zweifellos in der komplexen Form der beiden Schanzen, die hohe Ansprüche an die  Durchführungsarbeiten stellte.
Außerdem wurden weitaus strengere Bautoleranzen eingehalten, als sie laut den Bestimmungen für Stahlstrukturen dieser Ausmaße vorgesehen sind (10 mm).

Zu den hohen Anforderungen hinsichtlich der baulichen Realisierung kamen die durch den Errichtungsort bedingten Schwierigkeiten aufgrund der reduzierten Spielräume für Manöver und Logistik entlang der Abhänge.
Die Strukturen der Anlage wurden innerhalb einer Rekordzeit aufgestellt, eine weitere Stärke des Unternehmens Stahlbau Pichler.
In diesem spezifischen Fall wurden für die Errichtung der Anlage vom Beginn der Arbeiten bis zur Fertigstellung weniger als drei Monate benötigt.

Kunde:
ARGE Schisprunganlagen Seefeld Teerag-Asdag AG
Kategorie:
Architecture